Die Neuigkeiten im Überblick
Handarbeit aus der eigenen Werkstatt
Auf dem Dach von HighVolt in Dresden leuchten jetzt acht riesige LED-Buchstaben. Damit sie zuverlässig angehen, braucht es vier Schaltschränke. Gebaut hat sie das STAMMTEAM in der eigenen Werkstatt.
84 Treiber in vier Schränken
In jedem Schrank stecken 21 Treiber, zusammen also 84. LEDs ziehen beim Einschalten kurz sehr viel Strom, deshalb dürfen die Buchstaben später nicht alle gleichzeitig starten. Wie genau das getaktet wird, wird vom Kunden über KNX programmiert. Der Part des STAMMTEAMs ist der Bau und die komplette Verkabelung der Schränke, damit die Technik darin sauber zusammenläuft.
Vorarbeit in der Werkstatt
Bevor ein Schrank auf die Baustelle kommt, ist er in der Werkstatt schon fast fertig: Grundplatte bestückt, Technik verkabelt, alles geprüft. Das ist reine Handarbeit. Für Spezialbauteile wie diese gibt es keine fertigen Vorlagen, deshalb dauert allein der Schaltplan acht bis zehn Stunden.
Moderne Technik im historischen Haus
Das Gestüt Moritzburg wird Stück für Stück modernisiert. Das STAMMTEAM baut dort ein neues Datennetz und neue Brandmeldetechnik ein. Auf der Baustelle sind viele Kollegen im Einsatz, darunter Jacques, Elias und Leon. Für Elias, der frisch im Team ist, gehört das Gestüt zu den allerersten Baustellen.
Viel Kabel für ein großes Gelände
Herzstück des neuen Netzes ist ein Datenschrank, der künftig das ganze Gestüt versorgt. Dafür verlegt das STAMMTEAM Cat-Kabel, geplant sind über 1.000 Meter. Weitere ungefähr 1.000 Meter Datenkabel und um die 1.000 Meter Brandmeldekabel können noch dazukommen. Am Anfang wurde vor allem gemessen, gezogen und beschriftet.
Brandmelder im historischen Haus
Dazu kommt ein komplett neuer Ring für die Wandmelder der Brandmeldeanlage. Die alten Dachböden sind aus Holz. Deshalb verlegt das STAMMTEAM die Kabel dort nicht einfach im Rohr, sondern baut einen Kabelkanal ein. Er schützt die Leitungen mechanisch, damit auch in Zukunft nichts beschädigt wird.
Sechs Leute, sechs neue Schritte
Bei STAMM hören gerade einige erfahrene Kollegen auf, und die jüngere Generation rückt nach. Deshalb wird Aus- und Weiterbildung bei uns großgeschrieben. Ein Blick auf sechs Leute, die gerade neue Schritte gehen.
Oswald baut seine ersten Schaltschränke
Oswald ist seit 2022 im STAMMTEAM und baut zum ersten Mal Schaltschränke. Los ging es mit den Wohnungsverteilern für den Karl-Marx-Ring in Riesa. Die alten Bauteile aus den 1980er-Jahren werden gegen moderne Technik getauscht. Es gibt vier Wohnungstypen, jeder besteht aus 20 bis 25 Bauteilen. Oswald schafft etwa drei Schränke pro Tag. Rund 30 Wohnungsverteiler und drei große Hauptschaltschränke stehen noch an.
Die Pläne bekommt er im Moment noch von einem erfahrenen Kollegen. Das Ziel ist, dass Oswald das Planen bald selbst übernimmt.
Lukas ist jetzt Facharbeiter
Lukas hat seine Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik abgeschlossen. Davor hatte er Elektrotechnik studiert, das Studium aber abgebrochen, weil es ihm zu trocken und zu theoretisch war. Die Ausbildung bei STAMM hat er verkürzt. Eine seiner ersten Aufgaben als Facharbeiter war die neue Wegbeleuchtung an der Fähre in Strehla.
Slalom, Elchtest und Rauschbrille
Einmal im Jahr steht bei STAMM nicht die Baustelle im Mittelpunkt, sondern das Team. Am 10. September war es wieder so weit. Zum STAMMDAY 2026 ging das ganze STAMMTEAM auf den Flugplatz Kamenz, die Kollegen aus Riesa, Dresden und Leipzig. Gemeinsam mit der Verkehrswacht Dresden stand ein Fahrsicherheitstraining auf dem Programm, natürlich mit der kompletten STAMM-Flotte.
Theorie und Praxis parallel
Damit alle drankommen, wurde in drei Gruppen gearbeitet: eine Theoriegruppe und zwei Praxisgruppen. Weil es drei verschiedene Praxisübungen gab, hatte jede Praxisgruppe ihre eigene Station. Theorie und Praxis liefen dabei gleichzeitig. Während eine Gruppe im Theorieteil saß, waren die anderen schon auf dem Rollfeld, danach wurde gewechselt.
Die Theorie
Im Theorieteil ging es um die richtige Ladungssicherung. Dazu gab es einen Reaktionstest am Computer. Besonders in Erinnerung bleiben dürften die Rauschbrillen. Sie simulieren, wie man bei Nacht, unter Alkohol oder unter Cannabiseinfluss sieht. Mit diesen Brillen mussten die Kollegen einen Parcours laufen und mit der Sackkarre im Slalom um Pylonen. Die Verkehrswacht hatte außerdem eine Plane zum toten Winkel dabei. Vor allem für die jungen Fahrer war das spannend, denn so sieht man, wie groß der tote Winkel wirklich ist.
Eine Anlage, die das STAMMTEAM vor 24 Jahren selbst gebaut hat
Alle vier Jahre müssen im Elblandklinikum Riesa die ortsfesten elektrischen Anlagen geprüft werden. Im Juli waren die OP-Säle 1 bis 3 dran, jetzt folgen OP 4 und 5. Dafür werden die Säle extra gesperrt, denn in einem OP lässt sich im laufenden Betrieb nichts einfach abschalten.
Steckdosen, Lampen, Festanschlüsse
Josua und Andreas gehen alles einzeln durch: erst die Sichtprüfung, dann die Messung. Die Ergebnisse werden digital festgehalten, im Messgerät und zusätzlich gibt es aufgrund der Menge (ca. 550) an Messpunkte eine Übersicht auf dem Tablet um auch wirklich alles am Ende gemessen zu haben und Mängel für das Protokoll zu notieren. Ein paar Steckdosen sind durchgefallen. STAMM prüft und dokumentiert. Ob repariert oder ausgetauscht wird, entscheidet das Klinikum.
Eine Anlage, die das STAMMTEAM kennt
Die komplette Elektrik in diesem Bereich hat STAMM vor 24 Jahren selbst gebaut. Beim Umbau der letzten fünf Jahre blieben OP-Bereich und Intensivstation bewusst außen vor, ebenfalls wegen des laufenden Betriebs.
Wenn der Betrieb nie stillsteht
Im Elblandklinikum Meißen steht der Betrieb nie still, gebaut wird trotzdem. Das STAMMTEAM hat dort gerade zwei große Aufgaben: ein neues IT-Netz für die Funktionsdiagnostik und die Endoskopie und eine komplett neue Brandmeldeanlage.
Ein Stromnetz, das nicht abschaltet
Ein IT-Netz ist hier kein Computernetzwerk, sondern ein besonderes Stromnetz für empfindliche Medizintechnik. Vier Trenntrafos trennen es vom restlichen Netz. Tritt ein Fehler auf, schaltet das System nicht ab. Der Fehler wird angezeigt und danach in Ruhe behoben. In einem OP-Bereich wäre ein plötzlicher Stromausfall zu riskant.
Umschluss, ohne den Betrieb zu stören
Oswald und Ingo haben zwei Schaltschränke erneuert und sechs neue Kontrolltableaus eingebaut. Die alten Tableaus stammen von 1998 und wurden noch über Tasten bedient. Die neuen laufen über Touch. Weil die Stationen weiterarbeiten mussten, stand zwischendurch ein Übergangsschaltschrank im Gang. Eine Woche lang wurden Steckdosen geprüft und umgeklemmt, bevor der eigentliche Umschluss kommen konnte. Insgesamt dauerte das Projekt drei Wochen.
Mittendrin gab es einen Not-OP, direkt nebenan. Das STAMMTEAM hat im Raum daneben ruhig weitergearbeitet.